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Projekte (Abgeschlossen)

Deutsch-Bulgarisches Kooperationsprojekt


Im Rahmen ihres Schwerpunktes "Gemeinsame Wege nach Europa" fördert die Stiftung Volkswagenwerk das Curriculumprojekt "Entwicklung eines ‚Modularen Ansatzes´ zur gesellschaftswissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung an Universitäten und Akademien in Bulgarien". Das Projekt, das eine Laufzeit von einem Jahr hat, wird gemeinsam von der Freien Universität Berlin und dem Institute for Political and Legal Studies (IPLS), Sofia, organisiert. An der Durchführung werden neun Dozenten der FU Berlin und neun Dozenten bulgarischer Universitäten beteiligt sein. Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr. Werner Väth (FB Politik- und Sozialwissenschaften) in Kooperation mit Jürgen Schramm (FB Wirtschaftswissenschaft) und Prof. Dr. Emil Konstantinov (IPLS). Ziel des Projekts ist es, dem wissenschaftlichen Nachwuchs an bulgarischen Universitäten Kenntnisse über die Entwicklung von Standards der Europäischen Union in ausgewählten Bereichen zu vermitteln. Gleichzeitig wird deutlich zu machen sein, welche Schwierigkeiten sich in Bulgarien bei der Umsetzung der EU Standards ergeben. Dazu werden vier Module angeboten, deren Schwerpunkte jeweils (1) Recht, (2) Arbeits- und Sozialpolitik, (3) Monetäre Politik und (4) Organisation von Wissenschaft und Forschung sind. Das Vorhaben gliedert sich in drei Teile: Erstens, Entwicklung von Teilcurricula für die einzelnen Module im Rahmen der Vorbereitung, wobei auch eine inhaltliche Abstimmung zwischen den Dozenten der FU Berlin (Darstellung der EU-Standards) und der bulgarischen Dozenten (Hemmnisse der Europäisierung) vorgenommen wird. Zweitens, Durchführung einer Sommerschule in Sofia mit 20 Nachwuchswissenschaftlern als Teilnehmer. Drittens, Evaluierung der Sommerschule und Erstellung eines Materialienbandes als Unterrichtshilfe für die Implementierung der Module in das Lehrangebot der Universitäten in Bulgarien. Die Entscheidung als Teilnehmer jüngere Nachwuchswissenschaftler der bulgarischen Universitäten und der Akademieinstitute zuzulassen, wurde von der Tatsache bestimmt, dass Bulgarien in den kommenden Jahren einen steigenden Bedarf an Experten für die europäische Entwicklung haben wird. Im Rahmen der Sommerschule werden somit nicht nur Kenntnisse über die europäischen Entwicklungen vermittelt, sondern auch Anregungen für eigene Forschungsarbeiten gegeben und eine Chance zur längerfristigen Kooperation mit den deutschen Dozenten. Damit wird dazu beigetragen, dass die Voraussetzung geschaffen werden, Themen der europäischen Entwicklung stärker im akademischen Unterricht der Universitäten Bulgariens zu berücksichtigen.

Jürgen Schramm, Berlin, März 2000


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Stand: 06.08.2007

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