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Aktuelles
Internationales Presseecho
Die jüngst präsentierten Forschungsergebnisse des Lehrstuhls auf dem Gebiet der Glücksforschung fanden auch in der englischsprachigen Presse Anklang. Sowohl The Economist als auch The Independent berichteten. Sehen Sie dazu:
The Economist: Pay, peers and pride - How older workers can find happiness
The Independent: Hamisch McRae: Societies hinge on people being seen as individuals
Sieben Wissenschaftler der Freien Universität Experten beim Zukunftsdialog der Bundesregierung (Pressemitteilung FU Berlin)
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Zusammenhang des Projektes "Zukunftsdialog" sieben Professorinnen und Professoren der Freien Universität Berlin für einen Expertenkreis berufen. Zu den ausgewählten Wissenschaftlern zählen auch Prof. Ronnie Schöb, der Mitglied der Arbeitsgruppe "Zukunft der Arbeit" ist und Prof. Andreas Knabe, der an der Gruppe "Wohlstand, Lebensqualität und Fortschritt" beteiligt ist.
Mehr Informationen können der vollständigen Pressemitteilung der FU Berlin entnommen werden.
Frühere Neuigkeiten
Arbeitslos und Spaß dabei – FAZ Sonntagsökonom diskutiert Zufriedenheitsforschung
Am 9. Januar 2011 wurde in der Serie „Sonntagsökonom“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung der Aufsatz "Dissatisfied with Life, but Having a Good Day: Time-Use and Well-Being of the Unemployed“, den Ronnie Schöb gemeinsam mit Andreas Knabe, Steffen Rätzel und Joachim Weimann verfasst hat, diskutiert. Die Autorin Lisa Nienhaus interessierte sich dabei besonders für die Schwierigkeiten, die bei der Messung von Glück und Zufriedenheit entstehen. Mehr dazu können Sie hier lesen:
- Nienhaus, Lisa (2011): "Arbeitslos und Spaß dabei", Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Nr. 1 vom 9. Januar 2011, S. 26. (Onlinezugang für den Artikel muss bei der zugreifenden Institution freigeschaltet sein)
- Knabe, Andreas, Steffen Rätzel, Ronnie Schöb und Joachim Weimann (2010): "Dissatisfied with Life, but Having a Good Day: Time-Use and Well-Being of the Unemployed", Economic Journal, 120(547), S. 867-889, [CESifo Working Paper No. 2604, April 2009].
Studie zum Mindestlohn (Pressemitteilung des ifo-Instituts)
Der vom DGB aktuell geforderte Mindestlohn von 8,50 Euro gefährdet rund 1,2 Mill. Arbeitsplätze in Deutschland und würde die öffentlichen Haushalte zusätzlich mit 5,8 Mrd. Euro belasten. Dies zeigen aktuelle Berechnungen, die Ronnie Schöb und Andreas Knabe von der FU Berlin zusammen mit dem ifo Institut Dresden erstellt haben. Bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro würden in Deutschland 1,22 Mill. Arbeitsplätze abgebaut, davon rund 300 Tausend in Ostdeutschland. Wegen der niedrigeren Löhne nehmen die Arbeitsplatzverluste bei Erhöhung des Mindestlohns in Ostdeutschland besonders stark zu. Am stärksten betroffen vom Arbeitsplatzabbau sind die Minijobs. Nach den aktuellen Berechnungen gingen 740 Tausend Minijobs in Deutschland verloren. Die Minijobs werden besonders von ALGII-Empfängern genutzt, um ihr Haushaltseinkommen aufzustocken. Von den 1,366 Millionen ALG II-Beziehern, die aktuell einen Job haben (vorwiegend Minijobs), würden ca. 16 % diese Hinzuverdienstmöglichkeit wieder verlieren. Dadurch fallen die Einkommen der Bedarfsgemeinschaften – mehr und nicht weniger Menschen wären armutsgefährdet.
Auch für den Staat ist der Mindestlohn ein schlechtes Geschäft. Anders als häufig behauptet entlastet der Mindestlohn die öffentlichen Kassen nicht, sondern führt sogar zu einer Zusatzbelastung von 5,8 Mrd. Euro. Darin enthalten sind zusätzliche Zahlungen an Arbeitslose sowie die Ausfälle an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Entlastungen für die öffentlichen Haushalte durch die höheren Verdienste infolge des Mindestlohns sind abgezogen.
Die Berechnungen basieren auf einem wettbewerblichen Arbeitsmarkt. Von Gewerkschaftsseite wird häufig angeführt, dass die Arbeitgeber über Marktmacht verfügen. Allerdings kehrt sich auch bei Marktmacht der Arbeitgeber das Bild keineswegs um. Alternative Rechnungen zeigen, dass in diesem Fall immer noch über 600 Tausend Arbeitsplätze verloren gingen. Auch hier wären die Minijobber mit einer Einbuße von 435 Tausend Arbeitsplätzen die großen Verlierer. Der Staat hätte eine fiskalische Last von 1,5 Mrd. Euro.
Anmerkung: Die neuen Ergebnisse beruhen auf einer Aktualisierung einer 2008 entstandenen Studie zu einem Mindestlohn von 7,50 Euro, die 2009 im "FinanzArchiv/Public Finance Analysis" erschienen ist.
- Knabe, Andreas und Ronnie Schöb (2009): "Minimum wage incidence: the case for Germany" (mit Ronnie Schöb), FinanzArchiv/Public Finance Analysis, 65(4), S. 403-441(39).
- Knabe, Andreas und Ronnie Schöb (2008): Minimum wage incidence: the case for Germany, CESifo Working Paper No. 2432, Oktober.
- Video: "PHOENIX Runde" zum Thema Mindestlohn mit Ronnie Schöb (vom 25.02.2010)
Aktuelles
Internationales Presseecho zu den jüngsten Ergebnissen auf dem Gebiet der Glücksforschung
Sieben Wissenschaftler der Freien Universität Experten beim Zukunftsdialog der Bundesregierung
Aktuelle Forschung
Discussion Papers
Labor market integration of migrants
Job Protection Renders Minimum Wages Less Harmful
Changing identity: Retiring from Unemployment
Publikationen
Tax Progression under Collective Bargaining and Individual Effort Determination
Minimum Wages and their Alternatives: A Critical Assessment
Profit Sharing and Outsourcing under Labor Market Imperfection
Bücher
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