Navigation/Menü: Links auf weitere Seiten dieser Website und Banner
Unternehmenstheater
Neues Arbeitspapier
Neues Arbeitspapier erschienen
Was ist Unternehmenstheater
"Auf den Brettern, die Veränderung bedeuten"
Unternehmenstheater bringt konkrete Probleme live auf die Bühne und macht sie dadurch transparent und besser lösbar. Immer mehr Unternehmen experimentieren mit dieser neuen Art des Change Management und der Unternehmenskommunikation.
Was ist Unternehmenstheater? Welche unterschiedlichen Formen gibt es? Wie läßt sich Qualität erkennen? Wo wird ein ernsthafter Problemlösungsbeitrag geleistet, wo nur amüsante Unterhaltung oder Klamauk gemacht? Was läßt sich über längerfristige Wirkungen sagen? Dieses Buch zieht eine erste Zwischenbilanz, präsentiert werden die Ergebnisse der ersten umfassenden Studie zum Unternehmenstheater in Deutschland. Geschildert wird auch die Situation in Frankreich, wo schon seit mehreren Jahren Erfahrungen zum Theatereinsatz vorliegen. Ferner finden sich zahlreiche praktische Arbeits- und Erfahrungsberichte deutscher Theatergruppen und Unternehmen, die Unternehmenstheater einsetzen.
"Unternehmenstheater" bietet Dozenten und Studenten der Betriebswirtschaftslehre, der Theaterwissenschaft und der Kommunikationstheorie wertvolle Praxisinformationen aus erster Hand. Führungskräften, Unternehmensberatern und Theaterpraktikern gibt dieses Buch Orientierungshilfe und Antwort auf die wichtigsten Fragen für den Einsatz von Unternehmenstheater.
BUSINESS GOES THEATER 1999
Buch
"UNTERNEHMENSTHEATER – Konzepte, Beispiele, Erfahrungen"
Herausgeber: Prof. Dr. Georg Schreyögg/Dipl.- Kfm. Robert Dabitz
Erscheinungstermin: Juli 1999 ISBN 3-409-11480-7
Aufsätze
Symposium Washington: "Organizations as Theatre and Organizational Theatre– From Metaphor to Intervention"
"Unternehmenstheater als Intervention"
Aufsatz von Georg Schreyögg, in: Organisationsentwicklung 1 (1998), S. 52-59
Der Aufsatz stellt die Methode des Unternehmenstheaters vor und ordnet das Unternehmenstheater in den Kontext des Organisationsentwicklung ein. Es wird gezeigt, daß das Unternehmenstheater eine Arbeitsform großer Zukunft ist, weil es in besonders geeigneter Weise eine Brücke zwischen Rationalität und Emotionalität in organisatorischen Veränderungsprozessen schlagen kann. Konzeptionelle Begründungen für die Wirkungsweise theatralischer Intervention werden auf der individuellen und auf der Systemebene diskutiert.
Bedarfsorientierter Theatereinsatz in Unternehmen : Eine Bestandsaufnahme des deutschen Marktes
von Heike Wehner und Robert Dabitz
Arbeitspapier des Institut für Managements - zur Zeit leider vergriffen -
Einleitung:
Mit dem Theatereinsatz in Unternehmen hat sich in den letzten Jahren ein neuer überraschender Schnittpunkt zwischen Wirtschaft und Kultur entwickelt. Im Gegensatz zum Kultur-Sponsoring - als Instrument in der Kommunikationspolitik nach außen - setzen die Unternehmen das Theater vor allem innerhalb ihrer Organisation zur Kommunikation nach innen ein. Auf Betriebsfesten, Jahrestagen oder auch an speziell dafür eingerichteten Theatertagen finden sich Mitarbeiter von Unternehmen zusammen, um sich Theaterstücke anzusehen, die meist eigens für sie geschrieben wurden. Diese Aufführungen dienen jedoch nicht in erster Linie der Unterhaltung des Publikums, sondern sollen unternehmensbezogene Themen, Probleme, Konflikte oder Schwachstellen offen auf die Bühne bringen. Auch wenn diese Theaterstücke stets einen gewissen Unterhaltungswert haben, ist die Teilnahme an der Aufführung für die Mitarbeiter in der Regel (schwere) Arbeit.
Das bedarfsorientierte Theater ist nur begrenzt mit den Aufführungen der staatlichen und freien Bühnen vergleichbar. Obwohl an vielen Aufführungen professionelle Schauspieler und Regisseure mitwirken, steht hier nicht der künstlerische Anspruch im Vordergrund, sondern ein zuvor vom Auftraggeber formulierter Zweck, dem die Theaterveranstaltung dienen soll. Das Theater in Unternehmen ist also zweckgebundene Darstellung für einen genau definierten Kreis von Zuschauern.
In Frankreich hat das sogenannte "théâtre d'entreprise" bereits eine längere Tradition. Dort wird schon seit 1991 jährlich das "Festival international du théâtre d'entreprise" veranstaltet, auf dem Theatergruppen für Kunden erstellte Theaterstücke zeigen. Nach Schätzungen werden in Frankreich derzeit etwa 2.000 Stücke im Jahr für Unternehmen geschrieben.
In Deutschland ist das bedarfsorientierte Theater dagegen eine relativ junge Erscheinung Neben einer ersten Aufmerksamkeitswelle Mitte der 90er Jahre, die dem Pionierunternehmen VISUAL aus Mannheim galt, ist es vor allem durch das Forum "Business goes Theater" im September 1997 in Hof gelungen, größere Aufmerksamkeit auf diese Theaterform(en) zu lenken. Die bedarfsorientierte Theaterarbeit im Unternehmen stößt in der Praxis auf großes Interesse. Auch wenn es sich beim bedarfsorientiertem Theater um eine relative neue Idee handelt, so finden sich doch in den Referenzlisten der Anbieter bereits viele deutsche Großunternehmen.
Mit dem verstärkten Interesse der betrieblichen Praxis wächst aber auch Unsicherheit und Verwirrung, eine Tatsache die ihre Ursache zweifelsohne in einem massiven Informationsdefizit hat: Zum einen fehlt den betrieblichen Entscheidungsträgern ein genereller Überblick über die Struktur des Angebots an bedarfsorientiertem Theater, d.h. über Anbieter und deren Produkte, und zum anderen herrscht Unklarheit über organisatorische Einsatzmöglichkeiten, Anwendungsfelder, Instrumentierung. Ferner, und das gilt generell, fehlt es an Studien über die Wirkungen des Theatereinsatzes in Unternehmen.
Ziel dieses Arbeitspapiers ist es, für mehr Transparenz hinsichtlich der ersten beiden angesprochenen Defizite zu sorgen. Dies erscheint um so dringlicher, als schon das Erscheinungsbild des bedarfsorientierten Theaters in Deutschland vielfältig und bisweilen verwirrend ist. Unter den vermeintlichen Anbietern finden sich beispielsweise Theatergruppen, Unternehmensberatungsgesellschaften, Schauspieler, Theater- und Spielpädagogen, Psychologen, Kommunikations- und Rhetoriktrainer, die wiederum mit ganz heterogenen, teilweise kaum miteinander zu vergleichenden Leistungen am Markt auftreten. Die folgenden Ausführungen haben eine systematisierende, empirisch fundierte Bestandsaufnahme des Angebots an bedarfsorientiertem Theater für Unternehmen in Deutschland zum Ziel. Hierzu wird zunächst eine Definition des Begriffs erarbeitet. Diese Definition wird auch der empirischen Erhebung zugrunde gelegt, die einen Überblick über das bedarfsorientierte Theater in Deutschland geben soll. Schließlich wird den Konturen einer Branchenbildung, d.h. den entstehenden Strukturen und Wettbewerbsmustern nachgegangen.