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Research Seminar by Klaus Pforr (GESIS- Leibniz Institute for the Social Science)

Jul 05, 2018 | 12:15 PM - 01:45 PM

On Thursday, July 5, noon-14 pmKlaus Pforr from the GESIS- Leibniz Institute for the Social Science will be the speaker of the Research Seminar in Economics. He will present his research paper on "Regionale Kontextdaten aus dem Mikrozensus" at Kaminzimmer (room 202), Boltzmannstraße 20, Berlin-Dahlem.

Abstract

In dem Vorhaben werden aus dem Mikrozensus kleinräumige regionale Kontextdaten geschätzt. Hierbei wird statistisches Verfahren zur Schätzung von kontinuierlichen räumlichen Verteilungen aus regional vergröberten Daten (Groß et al. 2017) auf den Mikrozensus angewendet. Groß et al. (2017) verwenden einen bivariaten Kerndichteschätzer, um aus räumlichen, amtlichen Daten der Stadt Berlin, die räumlich aggregiert auf Ebene der „Lebensweltlich orientierten Räume“ bereitgestellt werden, eine kontinuierliche, räumliche Verteilung der bereitgestellten Daten zu schätzen. Das Verfahren liefert also geschätzte Kontextdaten für beliebig kleine Raumeinheiten, die abhängig von den Ausgangsdaten mit einer mehr oder weniger großen Schätzungenauigkeit verbunden sind.

Abhängig von der Schätzgenauigkeit der geschätzten räumlichen Verteilung kann diese Verteilung als räumlich fein aufgelöste Kontextinformation genutzt werden, die anderen georeferenzierten Mikrodaten zugespielt werden kann. So nutzen zum Beispiel Dittmann und Göbel (2010) die kleinräumigen Daten von microm, die adressgenau an das SOEP angespielt wurden, um den Einfluss des sozioökonomischen Status der Nachbarschaft auf die eigene Lebenszufriedenheit zu untersuchen. Einen ähnlichen Versuch mit Lärmbelastungen und dem ALLBUS haben Schweers et al. (2016) unternommen.

Konkret soll im ersten Schritt das Verfahren von Gross et al. auf das MZ-Regionalfile angewendet werden, und so für verschiedene Merkmale im MZ-Regional kontinuierliche, räumliche Verteilungen geschätzt werden. Das Verfahren liefert geographisch punktgenaue Schätzungen der enthaltenen Merkmale mit entsprechenden Standardfehlern. Da die Größe der Standardfehler von den Besetzungen innerhalb der geographisch aggregierten Einheiten, der Verteilung der Merkmale innerhalb der Einheiten, und der räumlichen Zuschnitte der geographisch aggregierten Einheiten abhängt, stellt die Anwendung auf den MZ-Regionalfile 2000 einen ersten Prototyp dar, die die Anwendbarkeit des Verfahrens grundsätzlich zeigen soll. Der Regionalfile bietet im Gegensatz zum Scientific-Use-File den Vorteil, dass die Daten in etwa auf Kreisebene genutzt werden können. Im nächsten Schritt soll das Verfahren auf dem unbeschränkten Mikrozensus im On-Site-Zugang angewendet werden, um die Schätzpräzision der räumlichen Verteilungen zu verringern.

For further information about the Research Seminar in Economics and its program, please click here.

Time & Location

Jul 05, 2018 | 12:15 PM - 01:45 PM

Boltzmannstraße 20
Kaminzimmer