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Kurzbeschreibung des Dissertationsprojekts von Heike Pantelmann

  • In meiner Arbeit analysiere ich die diskursive Fabrikation der deutschen Frau im Nationalsozialismus. Im Fokus stehen deutsche („arische“) arbeitende Frauen – also Frauen, die erwerbstätig sind (insbesondere Arbeiterinnen) und Frauen, die Haus- und Reproduktionsarbeit leisten. Diese Frauen waren organisiert in zahlreichen nationalsozialistischen Organisationen und in ihnen dem Ideal der deutschen Frau permanent ausgesetzt. Durch die Analyse von diskursiven Praktiken als Genderpraktiken werden Ambivalenzen der Identitätsbildung akzentuiert. Ich zeige, wie es im Verlauf des Dritten Reiches zu einer Verschiebung des Ideals der deutschen Frau kam. Die widersprüchlichen Prozesse, in denen Beschäftigte in dieser besonderen historischen Situation zugerichtet wurden und sich selber zurichteten, können für organisationale Praktiken sensibilisieren, die zu jeder Zeit auf die Identitätsbildung von Individuen Einfluss nehmen.
  • This paper offers an analysis of the discursive fabrication of the deutsche Frau in Nazi Germany. I focus on German (“Aryan”) working females – female workers, as well as women doing housework and reproduction work. Being organized in total organizations of the Third Reich such as Hitlerjugend, Deutsche Arbeitsfront, NSFrauenschaft and many others, working females were confronted with the ideal of the deutsche Frau in all spheres of everyday life. By analyzing discursive practices as gender practices the ambiguities of identity construction are accentuated. I show the shifting fabrication of the ideal of the deutsche Frau through different phases of the Third Reich. The contradictory processes in which employees are shaped and shape themselves at that particular historical period may sensitize for organizational practices that affect identity formation at any time.
Social-Economic Review
British Journal of Industrial Relations
Society for the Advancement of Socio-Economics
Organized Creativity