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Managerinnen-Barometer 2020 erschienen

News vom 31.01.2020

Anja Kirsch von der Freien Universität Berlin und Katharina Wrohlich vom DIW Berlin haben über 500 Unternehmen unter die Lupe genommen und ausgewertet, inwieweit Frauen dort in Vorständen und Aufsichtsräten vertreten sind.

Die Frauenanteile in den Vorständen großer Unternehmen in Deutschland sind im vergangenen Jahr etwas stärker gestiegen als in den Jahren zuvor. Diese Entwicklung vollzieht sich allerdings auf einem niedrigen Niveau. Die 200 umsatzstärksten Unternehmen haben erstmals die Zehn-Prozent-Marke geknackt: 94 von 907 Vorstandsposten hatten Frauen inne, das entspricht einem Anteil von 10,4 Prozent. In den Aufsichtsräten ging es hingegen, anders als in den meisten Jahren zuvor, im Vergleich zu den Vorständen langsamer nach oben. In den Aufsichtsräten der Top-200 Unternehmen bekleideten Frauen 28,2 Prozent der Mandate.

Die gesetzliche Geschlechterquote für Aufsichtsräte, an die gut 100 Unternehmen in Deutschland seit dem Jahr 2016 gebunden sind, hat positive Auswirkungen: Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten von Unternehmen mit Quotenbindung ist konstant höher als in vergleichbaren Unternehmen, für die die Quote nicht gilt. Zudem verdichten sich die Anzeichen dafür, dass von der gesetzlichen Geschlechterquote für Aufsichtsräte eine Strahlkraft auf Vorstände ausgeht.

Den Bericht finden Sie hier.

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Social-Economic Review
British Journal of Industrial Relations
Society for the Advancement of Socio-Economics
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