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Drittmittelprojekte

Laufende Drittmittelprojekte

Smart Co-Creation

In Kooperation mit dem Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) und dem Potsdamer Hasso-Plattner-Institut – School of Design Thinking (HPI) sollen im Projekt „Smart Co-Creation“ exemplarische Verfahren und Formate entwickelt werden, die geeignet sind, Prozesse vernetzter Produktentwicklung und Innovation in sogenannten „Ecologies of Complex Innovation“ wirksam anzustoßen. Ziel ist es, neue Anwendungsfelder für eines der im Innovationsnetzwerk Smartverankerten smarten Materialien – den piezokeramischen Werkstoffen – zu erschließen. Dazu wird der im Erstprojekt „Smart Transfer“ entwickelte Digitale Kompetenzatlas weiterentwickelt und um analoge Analyseverfahren und Interaktionsformate ergänzt. Letztere sollen mit dem Ansatz des Design Thinking und speziell für den High-Tech Bereich konzeptioniert werden. Praktisch stößt „Smart Co-Creation“ damit Produktentwicklungen und Innovationen ganzheitlich sowohl von der Leistungsanbieter- wie der Kundenseite aus an. Wissenschaftlich will das Projekt ausloten, durch welche Formate und Praktiken diffus verteilte, komplexe Probleme und Lösungspotentiale innovationswirksam und längerfristig selbsttragend gekoppelt werden können. Damit soll ein Beitrag zu dem in der Netzwerkforschung zentralen Konzept des Brokering geleistet werden. Das BMBF hat 256.000 € für dieses Projekt bewilligt. 

Zur Persistenz der Politik überlanger Arbeitszeiten in deutschen Top-Beratungsgesellschaften – Ein Fall von Branchen-Pfadabhängigkeit?”

Top-Unter­nehmens­beratungs­gesellschaften wie McKinsey oder BCG geraten mit ihrem fest etablierten Regime überlanger Arbeitszeiten (oft 12 bis 16 Std./Tag) und konstanter Verfügbarkeit zunehmend in Schwierigkeiten: Um ihre Attraktivität als Arbeitgeber im Wettbewerb um exzellente Uni-Absolventen zu sichern, haben viele Unternehmen in den letzten Jahren zahlreiche Work-Life-Balance- und Arbeitsflexibilitätsinitiativen eingeleitet, um eine alternative Arbeitszeitgestaltung zu ermöglichen. Allerdings zeigen empirische Untersuchungen deutlich, dass solche Maßnahmen besonders häufig scheitern oder sogar paradoxerweise die etablierten Muster verstärken. Warum bleiben die zum Problem gewordenen Arbeitszeitmuster trotz zahlreicher Änderungsversuche ultrastabil? Diese Frage steht im Mittelpunkt dieses von der DFG geförderten Forschungsprojekts. Bisherige Forschungsansätze stellten primär auf individuelle (z.B. Arbeitssucht), gruppenbezogene (z.B. Gruppenzwang), oder organisationale (z.B. Unternehmenskultur) Faktoren ab. Allerdings ist dieses eigenartige Zeitmodell nicht nur in einzelnen Firmen, sondern in der gesamten Top-Beratungsbranche vorzufinden. Ziel des Projektes ist daher, branchenbezogene und firmenübergreifende Prozesse und Dynamiken als eine triftigere Erklärung für die Persistenz von langen Arbeitszeiten zu untersuchen. Dies soll anhand einer historischen Fallstudie von Top-Unternehmens­beratungen in Deutschland geschehen, welche die Entstehung sowie die graduelle Verfestigung des persistenten Arbeitszeitmusters innerhalb der Branche beleuchtet, die Identifikation stabilisierender Mechanismen ermöglicht, und somit Ansatzpunkte für deren Überwindung liefert. 

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektbeginn: 01.04.2015
Laufzeit: zwei Jahre
Leitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Schreyögg
Bearbeitung: Dr. Blagoy Blagoev

Aufbau der Technologieplattform „Smart Transfer“

Die Technologieplattform „Smart Transfer“ hat das Ziel die Entwicklung und Kommerzialisierung von auf piezoelektrischen Keramiken aufbauenden Produkten voranzutreiben. Gemeinsam mit der Fraunhofer Gesellschaft (IKTS, IAP, IWU) und deutschen KMUs sollen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und der hohe technologische Reifegrad dieser Werkstoffe wirtschaftlich nutzbar gemacht werden. Der wirtschaftswissenschaftliche Analysefokus liegt dabei auf den Fragen 1) wie interorganisationale Kompetenz konzipiert und operationalisiert werden kann; 2) wie die Entstehung interorganisationaler Kompetenz systematisch befördert werden kann.

Auftraggeber: BMBF (Förderprogramm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“)
Laufzeit: 03/2014 bis voraussichtlich 12/2016
Leitung: Prof. Jörg Sydow, Dr. Andreas Schönecker (Fraunhofer IKTS), in Kooperation mit Prof. Georg Schreyögg
Bearbeitung: Waldemar Kremser & Nora Lohmeyer 


Abgeschlossene Drittmittelprojekte

START – Schnelle Technologieadaption in Hightech-Unternehmen mit innovativen Lösungen der Arbeitsgestaltung und Personalentwicklung

Im Rahmen des Verbundvorhabens werden neue Lösungen der Arbeitsgestaltung und Personalentwicklung erarbeitet, die Unternehmen beim Transfer von technologischen Entwicklungen in innovative Produkte und Dienstleistungen (Technologieadaption) unterstützen. Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung ganzheitlicher Konzepte, Instrumente und Vorgehensweisen, die es erlauben, organisationale Prozesse, Arbeitsbedingungen und Kooperationsbeziehungen so zu gestalten, dass die Umsetzung neuer Technologien in innovative Produkte und Dienstleistungen optimiert und beschleunigt wird.

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Laufzeit: 01.05.2008 – 31.10.2010
Leitung: Prof. Dr. Georg Schreyögg
Bearbeitung: Dipl.-Kffr. Stephanie Schmidt

Verbundpartner:

  • Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
  • ATB Arbeit, Technik und Bildung GmbH
  • Festo AG & Co. KG
  • WITTENSTEIN AG
  • GPP Gesellschaft für Prozessrechnerprogrammierung mbH
  • KSW Microtec AG
  • Voith Turbo GmbH & Co. KG

Veranstaltungen: 

  • Projekttagung zum Thema: „Absorptive Capacity – Erfolgsfaktor für die Technologieadaption“ am 22. und 23. Oktober 2009 in Berlin
    Link zum Veranstaltungsflyer