Claudio Ciborra Award für "Most Innovative Paper" auf der European Conference on Information Systems (ECIS) 2026
ECIS 2026: Claudio-Ciborra-Award für Forschungspapier der Professur Gersch
ECIS 2026: Nina Schlömer mit dem Claudio-Ciborra-Award
ECIS 2026: Villa Gallarati Scotti als Veranstaltungsort des Doctoral Consortiums
Die Professur Gersch gewinnt den Claudio Ciborra Award für das innovativste Paper bei der ECIS 2026 in Mailand
News vom 25.06.2026
Der Forschungsbeitrag „Visualising Digital Transformation: The Performative Role of Academic Figures" der Professur Gersch hat bei der European Conference on Information Systems (ECIS) 2026 in Mailand den renommierten Claudio Ciborra Award für das innovativste Paper gewonnen und sich damit gegen über 1.400 Einreichungen durchgesetzt. Die ECIS ist nach VHB Rating 2024 eine der zwei weltweit mit A bewerteten Konferenzen der Wirtschaftsinformatik und die wichtigste in Europa. Der Preis erinnert an Claudio Ciborra, einen einflussreichen Forscher im Bereich der Organisationstheorie an der London School of Economics, und würdigt die innovativste Arbeit der ECIS-Konferenzen. Der Gewinnerbeitrag stammt von Nina Schlömer und Martin Gersch. Nina Schlömer präsentierte den Beitrag auf der Konferenz und nahm darüber hinaus am selektiven Doctoral Consortium der ECIS 2026 teil.
Auf Basis einer – in der Wirtschaftsinformatik neuartigen – visuellen Analyse von 176 Abbildungen aus 138 Fachartikeln zu digitaler Transformation zeigt der Beitrag, dass akademische Abbildungen keine neutralen Illustrationen sind. Stattdessen (re-)produzieren sie bestimmte, oft unhinterfragte, Annahmen darüber, wie digitale Transformation verläuft und wie steuerbar sie ist. Mithilfe einer dreistufigen Kodierstruktur werden granulare visuelle Elemente (z.B. Kästen, Pfeile, Zeitachsen) zu wiederkehrenden visuellen Grammatiken und schließlich zu fünf Klassen visuell (re-)produzierter Annahmen über digitale Transformation zusammengeführt. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Dominanz linearer und quasi-kausaler Darstellungsformen, die ein hohes Maß an Steuerbarkeit suggerieren — auch in Beiträgen, die im Text eigentlich für etwas anderres plädieren. Der Beitrag lädt zu größerer visueller Reflexivität in der Wirtschaftsinformatik-Forschung ein und stellt einen Satz reflektiver Fragen für Autor:innen sowie Gutachtende bereit.
Vielen Dank an die Gutachter für ihr wertvolles Feedback sowie an die Jury! Die Forschungsarbeit ist verfügbar unter https://aisel.aisnet.org/ecis2026/digitrans/digitrans/13/.
Schlagwörter
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