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Tim Lohse

We study self-selection into earning money in an honest or dishonest fashion based on individuals. attitudes toward truthful reporting. We propose a decision-theoretic framework where individuals willingness to pay for honest earnings is determined by their (behavioral) lying costs. Our laboratory experiment identifies lying costs as the decisive factor causing self-selection into honest earning opportunities for individuals with high costs and into cheating opportunities for those prepared to misreport. Our experimental setup allowsus to recover individual lying costs and their distribution in the population.

Judith Niehues

Neben der Auswertung empirischer Verteilungsindikatoren rückt ebenfalls die Analyse subjektiver Wahrnehmungen der Einkommens- und Vermögensverteilung zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher Studien. Die Befunde sind teilweise widersprüchlich: Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Verteilungsunterschiede eher unterschätzt werden, andere dokumentieren eine Überschätzung der Ungleichheit. Eine experimentelle Analyse auf Basis des Innovation Samples des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt, dass subjektive Einschätzungen bezüglich vermuteter Einkommens- und Vermögensanteile keine konsistenten Schlüsse bezüglich der Überschätzung oder Unterschätzung der Verteilungskonzentration erlauben. Werden zufällig ausgewählte Personen nach Einschätzungen zu dem Vermögensanteil der reichsten 20 Prozent erfragt, tendieren sie im Durchschnitt zu einer Unterschätzung der Ungleichheit, bei der Frage nach dem Anteil der oberen zehn Prozent zeigt sich hingegen eher eine Überschätzung der Vermögenskonzentration. Die Validität der Angaben wird zudem in Frage gestellt, wenn sie mit Einschätzungen zu vermuteten Einkommensanteilen kontrastiert werden. Obwohl die empirische Vermögensverteilung deutlich ungleicher ausfällt als die der Einkommen, schätzten die Befragten die Anteile nur geringfügig unterschiedlich ein. Auch scheinbar korrekte Antworten sollten mit Vorsicht interpretiert werden. Knapp 30 Prozent der Befragten ordneten den Vermögensanteil der reichsten 20 Prozent einigermaßen richtig ein. Allerdings gelang dies bei der Frage nach dem obersten Vermögenszehntel nur rund zehn Prozent der Befragten. Nicht einmal ein Prozent der Befragten lag bei Einschätzungen zu beiden Größen, Einkommen und Vermögen, richtig. Dieses Unwissen ist relevant, da Regressionen eine signifikante Korrelation zwischen den Einschätzungen von Ungleichheit und der Umverteilungspräferenz nahelegen.

Arthur Seibold

In light of rising expenditure, many social insurance programs face pressure to cut back their generosity to remain sustainable. Such reforms are often accompanied by the idea that individuals can obtain private insurance. In this project, we investigate how the private disability insurance (DI) market responds to a large change in public DI in Germany. Using a combination of administrative data on public DI claims and data from a large private insurance provider, we analyze the reform of 2001, which abolished a type of public DI for younger birth cohorts. We document that the private DI market multiplies in size after the reform. Results from a difference-in-difference strategy suggest a significant causal effect on private DI coverage among affected individuals. Yet, the estimated post-reform coverage rate remains modest. Moreover, we find that the share of privately insured individuals is lower among those with higher occupational disability risk and with lower income.