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Seminar schedule

 

Research Seminar in Economics Phoebe Ishak: "The Effect of Natural Resource Income Shocks on Human Capital: Theory-Inspired Evidence"

Abstract: We explore the effects of persistent income shocks on human capital using oil price fluctuations in a large sample of relevant African countries and employing micro data from multiple waves of the Demographic and Health Survey (DHS).  Theoretically, such shocks enable human capital investment via the standard income effect; but also crowd it out because of substitutability between natural resource and human capital income sources – so the net outcome can go either way.  Our model also suggests that the relative strength of the two effects depends on the age at which the shock is experienced and the affected gender.  Consistent with these insights, we find that income shocks in early life enhance educational attainment and other derived outcomes; but reduce them if experienced in adolescence, especially for females.  These results survive multiple robustness checks, and their broader implications are discussed.

Ort: Online presentation

26.01.2021 | 16:15 - 17:30

Research Seminar in Economics Tim Lohse: "Pecunia non olet - On the self-selection into (dis)honest earning opportunities"

We study self-selection into earning money in an honest or dishonest fashion based on individuals. attitudes toward truthful reporting. We propose a decision-theoretic framework where individuals willingness to pay for honest earnings is determined by their (behavioral) lying costs. Our laboratory experiment identifies lying costs as the decisive factor causing self-selection into honest earning opportunities for individuals with high costs and into cheating opportunities for those prepared to misreport. Our experimental setup allowsus to recover individual lying costs and their distribution in the population.

Ort: Online presentation

12.01.2021 | 16:15 - 17:30

Research Seminar in Economics Judith Niehues: "Subjektive Einschätzungen zur Einkommens- und Vermögenskonzentration – eine experimentelle Analyse"

Abstract: Neben der Auswertung empirischer Verteilungsindikatoren rückt ebenfalls die Analyse subjektiver Wahrnehmungen der Einkommens- und Vermögensverteilung zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher Studien. Die Befunde sind teilweise widersprüchlich: Einige Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Verteilungsunterschiede eher unterschätzt werden, andere dokumentieren eine Überschätzung der Ungleichheit. Eine experimentelle Analyse auf Basis des Innovation Samples des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt, dass subjektive Einschätzungen bezüglich vermuteter Einkommens- und Vermögensanteile keine konsistenten Schlüsse bezüglich der Überschätzung oder Unterschätzung der Verteilungskonzentration erlauben. Werden zufällig ausgewählte Personen nach Einschätzungen zu dem Vermögensanteil der reichsten 20 Prozent erfragt, tendieren sie im Durchschnitt zu einer Unterschätzung der Ungleichheit, bei der Frage nach dem Anteil der oberen zehn Prozent zeigt sich hingegen eher eine Überschätzung der Vermögenskonzentration. Die Validität der Angaben wird zudem in Frage gestellt, wenn sie mit Einschätzungen zu vermuteten Einkommensanteilen kontrastiert werden. Obwohl die empirische Vermögensverteilung deutlich ungleicher ausfällt als die der Einkommen, schätzten die Befragten die Anteile nur geringfügig unterschiedlich ein. Auch scheinbar korrekte Antworten sollten mit Vorsicht interpretiert werden. Knapp 30 Prozent der Befragten ordneten den Vermögensanteil der reichsten 20 Prozent einigermaßen richtig ein. Allerdings gelang dies bei der Frage nach dem obersten Vermögenszehntel nur rund zehn Prozent der Befragten. Nicht einmal ein Prozent der Befragten lag bei Einschätzungen zu beiden Größen, Einkommen und Vermögen, richtig. Dieses Unwissen ist relevant, da Regressionen eine signifikante Korrelation zwischen den Einschätzungen von Ungleichheit und der Umverteilungspräferenz nahelegen.

Ort: Online presentation

15.12.2020 | 16:15 - 17:30

Research Seminar in Economics Regina Riphahn: "Long-run effects of wage subsidies on maternal labor market outcomes"

We use rich and precise administrative data to study the causal effect of subsidized employment on first time mothers' labor market outcomes up to 8 years after the birth. We apply propensity score matching combined with an event study design to determine the causal effects of taking up a subsidized Minijob after a first birth. We compare this employment choice to similar but unsubsidized, i.e., regular employment. Our results indicate that mothers who take up Minijob employment after a first birth are significantly less likely to be regularly employed and earn significantly lower wages even 8 years after the birth. The high rate of Minijob employment among first time mothers after the birth drives a substantial share of the child penalty of German mothers.

Ort: Online

08.12.2020 | 16:15 - 17:30

Research Seminar in Economics Ulrich Rendtel: "Misst der Berliner Mietspiegel die ortsübliche Vergleichsmiete? Ein Vergleich mit dem Mikrozensus 2018"

Mit dem Wohnmodul des Mikrozensus 2018 ist es erstmals möglich, Wohnungsmieten lokal auf einen 100m x 100m Gitter zu analysieren. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Wohnlagen des Berliner Mietspiegels im Mikrozensus abzubilden. Da auch weitere Bestimmungsgrößen des Mietspiegels zur Verfügung stehen, können Vergleiche mit dem Berliner Tabellenmietspiegel 2019 durchgeführt werden. Der Vortrag geht der Frage nach, ob die sehr hohen Nonresponse-Raten bei der Erhebung des Berliner Mietspiegels eventuell zu einer Verzerrung der Messung der ortsüblichen Vergleichsmiete geführt haben. Hier ist Mikrozensus mit Teilnahmepflicht eindeutig im Vorteil. Weiterhin wird ein alternativer Regressionsmietspiegel für Berlin präsentiert, der neben den Wohnlagen des Mietspiegels auch Postleitzahlgebiete berücksichtigt. Die Analyse berücksichtigt zwei Auswahlebenen: Einmal die Auswahl der neuen Mietverhältnisse der letzten vier Jahre sowie die Berücksichtigung aller Mietverhältnisse. Die Vergleichsmiete des Mietspiegels, die neben den Neuvermietungen auch Haushalte mit Mietanpassungen in den letzten 4 Jahren berücksichtigt, sollte zwischen diesen Mikrozensus-Werten liegen. Der Regressionsmietspiegel weist auf bedeutende regionale Unterschiede im Berliner Mietniveau hin. Weiterhin kann die Entwicklung der Mietspreise in Berlin und deren sich beschleunigender Anstieg eindrucksvoll dargestellt werden.

Ort: Online presentation (German)

01.12.2020 | 16:15 - 17:30