Forschungsdatenmanagement

Was ist Forschungsdatenmanagement?
Forschungsdatenmanagement (FDM) bezeichnet alle Maßnahmen im Umgang mit digitalen Daten, die während des Forschungsprozesses entstehen oder die beforscht werden. Dazu zählen die einheitliche Datenerhebung, Dokumentation, Benennung und Datenorganisation, die Erteilung von Zugriffsrechten sowie schließlich die sichere Speicherung während des Forschungsprozesses bis zur nachhaltigen Veröffentlichung und Langzeitarchivierung der Daten über den Projektabschluss hinaus.

Was ist ein Datenmanagementplan?
Ein zentrales Instrument des FDM ist der Datenmanagementplan (DMP). Der DMP liefert eine strukturierte Beschreibung, welche Datentypen und -formate im Kontext des Forschungsprozesses entstehen, wann, wie und von wem auf sie zugegriffen werden, und ob und wie sie nach Projektabschluss nachhaltig archiviert und verfügbar gemacht werden sollen. Bei der Beantragung von Fördermitteln zählt bei vielen Drittmittelgebern (z.B. DFG und EU Horizon 2020) in bestimmten Förderlinien ein DMP zum festen Bestandteil des Förderantrags.

Es gibt bereits Hilfsmittel für die Erstellung von DMPs. Hinweise und Checklisten sowie Musterpläne sind z.B. bei der Humboldt-Universität zu Berlin zu finden. Nützliche Werkzeugen, mit denen man einen Plan erstellen kann, sind RDMO und DMPonline.


Wo kann ich Forschungsdaten finden?
Forschungsdaten zur Nachnutzung können in Datenrepositorien, Datenjournalen und Suchmaschinen gefunden werden.

Datenrepositorien:

  • Datorium ist ein Repositorium für Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler,
  • eine Auflistung von weiteren Repositorien bietet das re3data, das „Registry of Research Data Repositories“

Datenjournale:

  • eine Liste mit Journalen wurde hier zusammengestellt

Suchmaschinen, z.B.:


Was ist bei der Nachnutzung von Daten zu beachten?
Bei der Nachnutzung von Daten sind die vergebenen Nutzungsrechte (Lizenzen) zu beachten.


Weiterführende Links:
Forschungsdaten an der FU
FAQs zum Forschungsdatenmanagement 

biblioblog