Forschungsthemen


Aktuelle Forschungsprojekte

  • Supply Chain Management

Supply Chain Management ist die logische Weiterführung der Problematik mehrstufiger Produktionsprozesse auf die Lieferbeziehungen, die zwischen den Lieferanten von Rohmaterial, über Produzenten und die verschiedensten Stufen des Handels bis hin zum Endverbraucher und Entsorger bestehen. Analytische Ansätze zur Behandlung dieser komplexen Interdependenzen zeigen, daß die Effektivität lokaler Entscheidungen weit hinter der bei zentraler Steuerung zurückfällt. Im Zuge Dezentralisierungstendenzen entstehen hier wichtige Fragen um den Konflikt zwischen den positiven Effekten der Dezentralisierung und den effizienteren Ergebnissen einer zentralen Steuerung.

 

  • Fallstudien und E-Learning

Die Verwendung von Fallstudien als didaktische Methode hat in jüngerer Zeit in der betriebswirtschaftlichen Ausbildung weltweit signifikant an Bedeutung gewonnen, da hiermit eine problemorientierte und praxisnähere Lernerfahrung ermöglich wird. Darüber hinaus unterstützen Fallstudien auch einen aktiven Lernprozess, der im Frontalunterricht durch ein hohes Maß an Interaktivität gekennzeichnet ist. Im Rahmen eines vom BMBF geförderten Verbundprojektes wird hier versucht, Fallstudien in einen E-basierten Lernprozess im Rahmen der OR/MS Ausbildung zu integrieren. Die Herausforderung hierbei besteht darin, eine Lernumgebung zu schaffen, die ein Höchstmaß an Interaktivität ermöglicht. Obwohl unstrukturierte Dialoge ohne e-mail und/oder chatboards schwierig sind, kann Interaktivität durch strukturierte Dialoge ermöglicht werden.

 

  • Entwicklung von praxisnahem Lehrmaterial für die Produktionswirtschaft

Im Mittelpunkt stehen hier zum einen die Entwicklung neuer und Übersetzung bereits bestehender Fallstudien. Zum anderen spielt die Gestaltung problemorientierter und praxisnaher Planspiele mit einer Integration computergesteuerter Ansätze eine große Rolle.

 

  • Service Level Management

Die Lieferfähigkeit (service level) eines Systems ist das Ergebnis produktionswirtschaftlicher Entscheidungen angesichts stochastischer Produktionsraten, Ausschuß, unterschiedlicher Lieferfristen oder unsicheren Bedarfs (primär wie sekundär). Der tatsächlich erreichte service level ist jedoch nicht nur eine Funktion der Interdependenzen der zu berücksichtigenden stochastischen Elemente, sondern hängt ganz entscheidend von der gewählten Definition des service level ab, wobei die Definition der theoretischen Ansätze oftmals gravierend von den Vorstellungen der Praktiker abweichen.

 

  • Linkages zwischen Sachgüterproduktion und Dienstleistungen

Im Zuge der Entwicklung zur Dienstleistungsgesellschaft kommt einerseits Dienstleistungen eine immer größere Rolle zu, andererseits verschwimmt die Grenze zwischen Sachgüter- und Dienstleistungsproduktion zunehmend. In diesem Zusammenhang soll der Bedeutung des Interdependenzen beider Bereiche Rechnung getragen werden. Hieraus lassen sich dann die Konsequenzen für Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich ableiten, die infolge des Strukturwandels aus den Verlusten von Tätigkeitsgebieten in der Sachgüterproduktion resultieren können.

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte

  • Wie neu sind die neuen Management-Fads? - Implikationen für betriebswirtschaftliche Studien (mit Monika Huesmann)

Immer öfter tauchen in der Literatur neue oder vermeintlich neue Schlagworte auf, die als Allheilmittel für die Lösung aller betrieblichen Probleme angepriesen werden. TQM, Business Reengineering, Coaching und Lean Management sind nur einige davon. Anhand einiger solcher Schlagworte wird untersucht, welche Ansätze tatsächlich neu sind und bei welchen es sich lediglich um eine neue „Verpackung“ handelt. Die Ergebnisse sind für die entsprechende Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Studien von Relevanz.

 

  • Personaleinsatzplanung in Dienstleistungsbetrieben (mit Nicole Rossi (Bippig))

Bei Dienstleistungsbetrieben ist ein Kapazitätsausgleich von Angebot und Nachfrage in Form von Lagerung ist nicht möglich. Das bedeutet, dass ausreichend Personal-Kapazitäten zu dem Zeitpunkt bereitgestellt werden müssen, zu dem die Nachfrage auftritt. Eine zu niedrige Personalbereitstellung führt zu einem schlechten Service für die Kunden, eine über den Bedarf hinausgehende Personalbereitstellung produziert erhebliche Leerkosten für das Unternehmen. Da der Personalbedarf mitunter im Zeitablauf stark schwanken kann, werden in einzelnen Perioden eine unterschiedliche Anzahl an Arbeitnehmern eingesetzt. Gleichzeitig müssen die Arbeitszeiten der einzelnen Personen mit gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Restriktionen sowie individuellen Arbeitnehmerwünschen konform sein. Aufgrund unterschiedlicher Zielsetzungen seitens des Unternehmens, der Arbeitnehmer und der Nachfrager sowie zahlreicher Restriktionen ist dies eine schwierige Aufgabe.

 

  • Stundenplanung an Schulen (mit Heinrich Hilbert)

Der Stundenplan einer Schule muß nicht nur zahlreiche Restriktionen für die Verplanung von Lehrer-, Schüler- und Raumzeiten berücksichtigen, er muß darüberhinaus auch einer Vielzahl pädagogischer und nicht-pädagogischer Ansprüche seitens der Schüler, Eltern und Lehrer und des Staates gerecht werden. Die Modellierung der in dem Problem enthaltenen, jedoch in bisherigen Ansätzen unbefriedigend berücksichtigten Mehrfachzielsetzung und die Untersuchung geeigneter Lösungsverfahren sind Gegenstand des Projekts, das in enger Zusammenarbeit mit Praktikern durchgeführt werden soll.