Abschlussarbeiten an der Juniorprofessur Wessel

Wir bieten Ihnen gerne die Möglichkeit, eine Abschlussarbeit an der Juniorprofessur Wessel zu schreiben. Wir bieten sowohl Master- als auch Bachelorarbeiten an und haben Ihnen unten eine Auswahl aktueller Themen für Masterarbeiten zusammen gestellt. Sollten Sie hierzu weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, uns anzusprechen!

Gerne nehmen wir auch Ihre Wünsche bzgl. eines Themas für eine Bachelorarbeit entgegen und versuchen, ein Thema individuell mit Ihnen abzustimmen. Hierfür genügt eine Email mit einer kurzen Skizze Ihrer Interessen, so dass wir ins Gespräch kommen können.

Masterarbeiten - Themenauswahl:

Titel: Innovative Services entwickeln – aber wie?

Hintergrund: Die Nutzung innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien hat das Potenzial, viele Branchen grundlegend zu verändern. Beispielsweise ermöglicht „Cloud Computing“, dass Unternehmen wie Adobe Software nicht mehr verkaufen, sondern als Dienstleistung anbieten. Darüber hinaus werden Unternehmen wie z. B. BMW zunehmend als Dienstleister in der „Sharing Economy“ aktiv. Die Nutzung dieser Chancen verlangt von Unternehmen, neue bzw. neustrukturierte Prozesse und Services anzubieten. Aus Unternehmenssicht ist dies gleichwohl mit einer bemerkenswerten Komplexität verbunden, weil sich mit der Digitalisierung neue Fragen stellen. Hierzu gehören rechtliche Fragen (z. B. im Zusammenhang mit dem Datenschutz), ethische Fragen (z.B. Umgang mit Kundendaten) und technische Fragen (z.B. durch die Digitalisierung von Dienstleistungen). Diese Arbeit soll die Implikationen dieser „Institutionellen Komplexität“ für das Service Engineering bzw. das Service Systems Engineering untersuchen. Das Ziel ist, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Unternehmen diese Komplexität sinnvoll in skalierbare Services einbeziehen können. Ein Fokus auf das Gesundheitswesen ist möglich, aber nicht zwingend.

Titel: Die Gestaltung neuer Geschäftsmodelle unter „Institutioneller Komplexität“

Hintergrund: Unternehmen reagieren auf den Wandel technischer, gesellschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen typischerweise durch die Einführung eines neuen oder die Veränderung eines bestehenden Geschäftsmodells. Beispielsweise reagierte Nokia auf die Veränderungen im Markt für Mobiltelefonie, indem es zum wiederholten Mal sein Kerngeschäft verkaufte, während Unternehmen wie AirBnB oder Uber die Digitalisierung nutzten, um gänzlich neue Geschäftsmodelle in der „Sharing Economy“ zu etablieren. Letztlich hat ein Unternehmen wie Amazon ein Geschäftsmodell aus dem Versabdndhandel an die Vertriebsmöglichkeiten angepasst, die das Internet bot.

Nichtsdestoweniger ergeben sich aus der Digitalisierung zahlreiche Fragen, die Unternehmen beantworten müssen, wenn sie Geschäftsmodelle verändern oder entwickeln: Wie verändern sich die Kundengruppen, die man erreichen kann? Wie verändern sich die Erlösstrukturen und wie verändert sich die gesamte Wertschöpfungskette infolge der Digitalisierung? Diese – und andere – Fragen bedeuten, dass die sogenannte „Institutionelle Komplexität“ gerade im Kontext der Digitalisierung sehr hoch ist. Das Ziel dieser Arbeit ist, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Unternehmen im Rahmen der Gestaltung von Geschäftsmodellen mit dieser Komplexität umgehen können.

Spezieller Fokus Gesundheitsservices:

Titel: Diffusion als Diskussion – Die Effekte des HITECH-Acts in den USA und was Deutschland davon lernen kann

Hintergrund: Im Rahmen des „Health Information Technology for Economic and Clinical Health Act“ (HITECH Acts) wurde dem „United States Department of Health and Human Services“ in den USA im Jahre 2009 ein Budget von 25,9 Milliarden Dollar zugeteilt, um die Verbreitung (Diffusion) von Health-IT in den USA zu unterstützen. Dieses Gesetz wurde als eines der wichtigsten Gesetze der nordamerikanischen Gesundheitspolitik angesehen und als ein Herzstück der U.S.-Gesundheitsreform charakterisiert.

Die jüngere Forschung zur Diffusion von Informationstechnologien geht davon aus, dass der Einfluss, den solche politischen Reformvorhaben auf die tatsächliche Diffusion innovativer Technologien haben, stark davon abhängt, wie in den Medien über diese Technologien berichtet wird. Infolgedessen soll diese Arbeit einen Überblick über die mediale Berichterstattung zum HITECH-ACT geben (seit Ankündigung des Gesetzes bis heute). Ein zweites Ziel der Arbeit ist, aufzuzeigen, ob und wenn ja was Akteure im deutschen Gesundheitssystem hiervon lernen können.

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