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Lehrstuhl für Finanzwissenschaft


Aktuelles

Beitrag "Die Vermessung des Glücks" von Prof. Schöb bei der Langen Nacht der Wissenschaften

Die Glückforschung stellt die Grundfeste der Wirtschaftswissenschaften zur Debatte. Sollen wir uns wirklich noch am Bruttoinlandsprodukt als Maß für unseren Wohlstand orientieren? Ist mehr Konsum tatsächlich besser als weniger? Sollte der Staat uns nicht besser durch hohe Steuern davon abhalten, so viel zu arbeiten?

Unser Programm zeichnet die neueren Entwicklungen der ökonomischen Glücksforschung nach und zeigt auf, warum die Vermessung des Glücks uns zwar viele wertvolle, neue Einsichten bringt, aber sich nur bedingt für die Messung gesellschaftlichen Fortschritts eignet. Auch wenn Geld allein nicht glücklich macht, so ist es dennoch das ökonomische Wachstum, das uns helfen kann, glücklicher zu werden, indem es uns unterstützt, uns älter werden lässt, uns immer mehr zusätzliche Zeit genießen lässt, eine immer bessere Gesundheitsversorgung ermöglicht und die Voraussetzungen für den Ausbau des Sozialstaates schafft.

Neuer Artikel von Clemens Hetschko in 'Small Business Economics' zur Publikation angenommen

Der Artikel "On the Misery of Losing Self-employment" von Clemens Hetschko wird demnächst in ‘Small Business Economics‘ erscheinen.

Die empirische Studie befasst sich mit der Frage, ob Selbstständige oder abhängig Beschäftigte mehr unter dem Verlust der Arbeit leiden. Es stellt sich heraus, dass die Lebenszufriedenheit von Selbstständigen stärker negativ von der Unsicherheit über den Job abhängt und sie auch mehr Lebenszufriedenheit einbüßen, wenn sie tatsächlich arbeitslos werden. Dafür sind weniger finanzielle Gründe verantwortlich als vielmehr die psychosozialen Folgen des Jobverlustes, welche die Selbstständigen besonders hart treffen.

Prof. Ronnie Schöb wirbt ein DFG-Projekt zum Thema „Geförderte Beschäftigung und Lebenszufriedenheit“ ein

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat auf Antrag von Prof. Schöb ein Forschungsprojekt mit der Dauer von 18 Monaten bewilligt. Ziel dieses Projektes ist es, nicht-monetäre Wirkungen von Beschäftigungsförderung zu ermitteln. Hierfür werden die in der Lebenszufriedenheitsliteratur angewandten Methoden zur empirischen Messung der Nutzenverluste aufgrund von unfreiwilliger Arbeitslosigkeit mit modernen Methoden der Arbeitsmarktforschung kombiniert und auf die Bewertung von geförderter Arbeit angewandt. Mit einer Kombination aus Survey- und Prozessdaten wird analysiert, wie sich der Bezug von ergänzendem Arbeitslosengeld II bei Beschäftigten im Vergleich zu Arbeitslosigkeit und nicht geförderter Beschäftigung auf die Lebenszufriedenheit auswirkt. Insgesamt wurden finanzielle Mittel in Höhe von 97.000 Euro für die Durchführung des Forschungsprojektes eingeworben.