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Böll Stiftung Online Event "Corona und globale Lieferketten"

News vom 14.07.2020

Die Corona-Krise hat mit ihren Lieferausfällen und Produktionseinbrüchen erneut und drastisch deutlich gemacht, wie unübersichtlich und krisenanfällig komplexe, globale Lieferketten und Wertschöpfungsprozesse sind. Die Komplexität von Wertschöpfung hat häufig ein Ausmaß erreicht, das es immer schwieriger macht, den Wertschöpfungsprozess noch zu überblicken. Dadurch wird sowohl die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards unmöglich, als auch die Kette für Störungen anfälliger. 

Im März 2020 sollten von der Bundesregierung Eckpunkte für ein nationales Lieferkettengesetz zum Schutz der Menschenrechte vorgestellt werden. Dies wurde mit dem Verweis auf die Corona-Krise abgesagt. Auf EU-Ebene ist ein europäisches Lieferkettengesetz in Diskussion, das menschenrechtliche, soziale und ökologische Aspekte berücksichtigen soll und das sektorenübergreifend und sanktionsbewehrt sein soll.

Wo stehen wir derzeit in dieser Debatte? Welche Art von globaler Kooperation ist nötig und welche Schritte wären sinnvoll, um globale Liefer- und Wertschöpfungsketten krisenfester und bezüglich der Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards kontrollierbarer zu machen? Wie können wir sicherstellen, dass die Kosten der Krise fair verteilt werden?

Elke Schüßler, Professorin für Betriebswirtschaftslehre und Vorständin des Instituts für Organisation, Johannes Kepler Universität Linz, diskutiert gemeinsam mit Armin Paasch, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte, Misereor und Uwe Kekeritz, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher für Entwicklungspolitik über die Ergebnisse des Global Garment Supply Chain Governance Projekts im Hinblick auf diese aktuellen Fragen und Entwicklungen beim heutigen Böll Zoom Event

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